Ob Hurrikan Opfer oder Hilfsprojekte für Kinder, die Deutschen spenden grundsätzlich gerne. Allein im letzten Jahr kam die riesige Summe von 2 Milliarden zusammen. Die neusten Zahlen aber zeigen, dass die Spendenbereitschaft insgesamt gesunken ist. Nur bei besonders verheerenden Katastrophen steigt sie wieder. Und der Grossteil von Spenden stammt von Menschen über 55.
Am 12. Januar 2010 bebte die Erde in Haitti. Es sind die Bilder der Zerstörung, die die Menschen mitleiden liessen. Mehr als 200′000 starben während oder nach dem Beeben und das bitterarme Land brauchte schnell Hilfe. Während im Jahre 2009 die Bereitschaft zu spenden deutlich zurückgegangen war, rührten die Deutschen das Leid der Opfer auf Haiti spedeten grosszügig.
Spendeten sie im Januar 2009 rund 175 Millionen, waren es im Jahr 2010 schon 290 Millionen Euro. Auch im Februar stieg das Spendenvollumen um 40 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Sendungen wie ‘ein Herz für Kinder’ halfen dabei viel Geld einzunehmen, auch für dauerhafte Projekte. Auf dieses Geld mussten die Hilfsorganisationen im letzten Jahr verzichten.
Statistiken zeigen, dass im Jahr 2009 nur noch jeder Fünfte Deutsche überhaupt gespendet hat – das ist im Schnitt weniger als in den Jahren zuvor. Es sind die großen Naturkatastrophen die die Menschen bewegen. Abgesehen davon schauen sie eher auf kleine Projekte vor Ort. Das heisst also, der Spender möchte gerne sehen, wo sein Geld hingeht. Doch die internationalen Hilfsorganisationen benötigen dauerhaft Unterstützung. Deshalb müssen es wieder mehr werden die bereit sind, für die Ärmsten zu spenden.

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